Werkstattverfahren
PavillonsKarl-Marx-Allee

Werkstattverfahren Pavillons Karl-Marx-Allee

Die städtebauliche Leerstelle in der Karl-Marx-Allee soll durch fehlende Pavillonbauten gefüllt werden: Eine architektonische Antwort hat das durch uns mitbetreute kooperative Werkstattverfahren gefunden.

Zunächst sechs und final drei Architekturbüros stellten sich der anspruchsvollen Aufgabe, eine städtebaulich-architektonische Lösung für sechs neue Pavillons entlang der Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt im Bereich zwischen Kino International und Alexanderplatz zu finden. In einem von uns begleiteten mehrstufigen diskursiven Werkstattverfahren arbeiteten die geladenen Architekturbüros kooperativ an den Entwürfen.

So stand in der ersten Phase nicht die Konkurrenz verschiedener Entwürfe im Vordergrund, sondern die gemeinsame Klärung des städtebaulichen Gesamtkonzeptes und der Dialog mit der Denkmalpflege, aber auch mit der Stadtgesellschaft. Erst in der zweiten Phase ging es darum, welches Architekturbüro für die definierten Pavillontypen die am besten geeignete zeitgenössische Architektur vorschlägt.

Am Werkstattverfahren nahmen geladene Teilnehmer:innen aus Architektur, Politik, Wohnungswirtschaft, Fachöffentlichkeit und Fachverwaltung teil. Die Architekturbüros erarbeiteten gemäß der Aufgabenstellung gemeinsam mit den Fach- und Sachpreisrichter:innen die geforderte, serielle Typenlösung. Das mehrstufige, diskursive Verfahren bot den Vorteil, die (Zwischen-)Entwürfe im Ergebnis gegeneinander abzuwägen. So konnten diese im Verfahren selbst optimiert und die Aufgabenstellung präzisiert werden. Wir unterstützten bei der Verfahrenskonzeption, übernahmen Moderations- und Dokumentationsaufgaben, fungierten als Sachpreisrichterin und steuerten die Beteiligung der Stadtgesellschaft. Die Geschichte der Pavillonbauten und der Prozess der Architekturfindung wurden auf unsere Initiative hin in der Ausstellung „RE: Pavillon“ dokumentiert.

Modelle Werkstattverfahren
Modell Karl-Marx-Allee, II BA.